Der theoretische Wandteppich:  Kulturelle Kompetenz

Meine gesamte Praxis hat ihre Wurzeln in der Theorie, die ich gemeinsam mit Elke in der Arbeit an unserem Dicken Buch entwickelte, und die wir beschlossen, kulturelle Kompetenz zu nennen.

 

Warum kulturelle Kompetenz?

Es gibt soziale Kompetenz, emotionale Intelligenz, kommunikative Kompetenz usw. usw. Wozu brauchen wir ein weiteres und durchaus anspruchsvolles Bündel von Fähigkeiten?

Fünf gute Gründe:

  • Weil die Prozesse der Globalisierung die Kulturen aller Systeme, die an ihnen teilhaben, vor die Frage nach ihrer kulturellen Identität stellen.
  • Weil damit jede Systemkultur vor der Herausforderung steht, zwischen der Pest der globalen McDonaldisierung und der Cholera kultureller Eigenbrötelei hindurchzusegeln.
  • Weil die Globalisierung uns mit einer weltumspannenden Beziehungsmatrix von Multipolarität, Konkurrenz und Abhängigkeit konfrontiert.
  • Weil damit jede Systemkultur vor der Herausforderung steht, wie sie im Innern und nach außen Konkurrenz und Abhängigkeit repräsentieren und gestalten will – und das in Übereinstimmung mit ihrem kulturellen Erbe.
  • Weil jede Systemkultur aufgerufen ist, auf diese epochalen Herausforderungen in schöpferischer, sich selbst erneuernder Weise zu antworten. Die Lernprozesse, die dafür nötig sind, fassen wir unter dem Begriff ‚transformatives Lernen’ zusammen.

Was ist kulturelle Kompetenz?

Kulturelle Kompetenz ist die Fähigkeit, diesen transformatorischen Wandlungsprozess eines Systems mit kultureller Bewusstheit zu gestalten oder zu begleiten. Dazu gehören

die Arbeit im öffentlichen Raum,

denn der öffentliche Raum eines Systems ist der Raum des gemeinschaftlichen Bewusstseins. Dort herrschen die Haltungen und Einstellungen vor, mit denen man gemeinsam ganz besonders identifiziert ist.

die Arbeit im Hier und Jetzt,

denn alles, was eine Systemkultur für ihren transformativen Lernprozess braucht, ist jederzeit verfügbar – und alles, was diesen Lernprozess behindert, auch (das sind die ‚heiligen Kühe’).

die Arbeit an den Grenzen des öffentlichen Bedeutungsraums,

also dort, wo sich entscheidet, was überhaupt als Information in den öffentlichen Raum vordringt – und was abgespalten wird in die privaten Sphären

die Arbeit an den Prozessgrenzen der Veränderung,

also an den Stellen, an denen sich im Veränderungsprozess entscheidet, ob und wie es weitergeht. Wir haben 5 dieser Prozessgrenzen isoliert, an denen der Informationsfluss zwischen der Herausforderung aus dem Außen und der Antwort des Systems gefiltert, moduliert oder unterbrochen wird.

Kulturelle Kompetenz unterstützt so das transformative Lernen eines Systems.

Wer braucht kulturelle Kompetenz?

Jeder, der in einem System (einer Organisation, einem Unternehmen) eine verantwortliche Rolle hat. Dies sind natürlich vor allem Unternehmensleitung und Führungskräfte, aber auch externe Berater und Begleiter. In unserem demokratischen politischen System sind es wir alle, denn wir sind der Souverän dieses Systems.

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Ich coache und qualifiziere Gruppen von Professionals in Führungsrollen
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