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Eine Meisterklasse im transformativen Coaching

In dieser Blogreihe soll es darum gehen, über den Tellerrand der unmittelbaren Hilfestellung von Coach zu Coachee hinauszublicken – in die tieferen, längeren und breiteren Lebenszusammenhänge –, damit wir von dort aus wieder unmittelbar situativ und kreativ wirksam sein können. Denn das Große ist im Kleinen …

Die lange Geschichte in der kurzen Geschichte

Zunächst will ich den zeitlichen Horizont erweitern: Ich will über den Langzeit-Prozess sprechen, innerhalb dessen die zeitlich eng begrenzte Zusammenarbeit mit unserem Coachee stattfindet. Für uns Coaches beginnt diese Geschichte ja mit dem ersten Kontakt, und sie endet mit der letzten Rechnungslegung. Geschichten brauchen einen Anfang und ein Ende – sonst sind sie nicht erzählbar:

Eine Geschichte ist der Prozess eines Geschehens aus dem Nichts in das Nichts.
(A. Lipkovitz)

Aber das Eigenartige im Leben wie im Coaching ist ja: es beginnt immer, bevor es beginnt, und es endet nicht, wenn es zu Ende ist. Es gab immer ‚Dinge‘, die zum Anfang geführt haben. Die Geschichte jeder Geburt beginnt mit dem Zeugungsakt. Und es gibt immer welche, die durch das Ende bewirkt sein werden. Der praktische Nutzen aus der Lektüre dieses Artikels kann also darin liegen zu beeinflussen, wie wir unsere*n Coachee empfangen und wie wir sie oder ihn entlassen:

Welche Geschichte entfaltet sich, wenn der Langzeit-Prozess, den wir eventuell im Coaching ein Stück begleitet haben, ein ‚glückliches‘, zukunftsweisendes Ende gefunden und etwas Neues begonnen hat? Oder: Wir bekommen eine*n Coachee, deren oder dessen aktuelles Thema vielleicht mit den Langzeit-Auswirkungen vergangener Lebensweg-Entscheidungen zu tun hat. Es gibt eine lange Reihe von Möglichkeiten, und alle beinhalten sie Information, deren Bedeutung es evtl. im Coaching zu würdigen gilt.

Hauptsächlich werde ich mich in dieser Blogreihe der Geschichte nach unserer Geschichte widmen – also den Fortwirkungen einer erfolgreichen schöpferischen Antwort auf eine Lebensherausforderung, deren Schwangerschaft wir als transformative Coaches eventuell begleitet und gefördert haben. Das hat unter pragmatischen Gesichtspunkten einfach den Grund, dass unser Einfluss sehr begrenzt ist, wenn er rückwärts in die Zeit reichen soll, aber möglicherweise beträchtlich, wenn es nach vorne geht. Beginnen möchte ich aber ordentlicherweise im nächsten Teil mit dem Anfang: mit dem Wunder des Geburtsvorgangs.

 

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Auf bald in Teil 2: Der schöpferische Akt ...

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© Rainer Molzahn

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