tough love coverBlogreihen auf der Basis von Tough Love - Führen ist Beziehungsarbeit

Da Führen und Sich-Führen-Lassen, da Beeinflussen und Sich-Beeinflussen-Lassen in einer Gemeinschaft essenziell Gleichrangiger wirklich das A und O kollektiver Intelligenz ist, und da es, wie ich zum Schluss des dritten Blog-Posts resümierte, nirgendwo so wie auf uns als Person ankommt (Tango!), möchte ich diese Blogreihe (vielleicht die letzte, die auf den Erkenntnissen von Tough Love basiert) nicht beschließen, ohne ein paar einfache und saftige Fragen zur Selbstkenntnis zu hinterlassen …

Im abschließenden dritten Teil dies Reihe möchte ich einige weitere Delikatessen näher erläutern, die uns erwarten, wenn es darum geht, hierarchisch Gleichrangige zu beeinflussen. Denn: während wir im selben Stockwerk sitzen, gibt es gleichwohl einige Gesichtspunkte, nach denen unser jeweiliger Rang, und also das Gewicht unserer Beiträge, sich mehr oder weniger subtil unterscheidet …

In Teil 1 hatte ich das sehr einfache Ping-Pong-Paradigma der Führung in Teams von Gleichrangigen auf den Ping-Pong-Punkt gebracht: „Nach vorne gehen und für die eigenen Dinge eintreten, zurücktreten und sich für die Ideen der anderen öffnen.“ In Teil 2 möchte ich beide Seiten näher erkunden …

 In dieser kurzen Blogreihe möchte ich mich den besonderen Bedingungen und Herausforderungen widmen, denen man sich gegenübersieht, wenn es darum geht, Kolleg*innen zu ‚führen‘ (also zu beeinflussen), denen man/frau nicht hierarchisch übergeordnet ist. Eine Fragestellung, die aktuell ganz besonders bedeutsam ist, während nämlich hierarchisch legitimierte Führungsbeziehungen vor den Komplexitäten der Fragen und Antworten in transformativen Krisen wie unserer derzeitigen zu kapitulieren scheinen. Also:

Nachdem ich im ersten Beitrag dieser kurzen Reihe ausgeführt habe, wie wir einen geglückten Einstieg in die Führungsbeziehung gestalten, soll es diesmal darum gehen, wie wir diese Beziehung im Blick behalten und regelmäßig aktualisieren - um sie gegebenenfalls anpassen zu können.

Anfänge sind magisch. Erste Eindrücke, jeder weiß das, hinterlassen unauslöschliche und prägende Spuren in unserem Gedächtnis. Ich will und kann an dieser Stelle nicht erläutern, warum im Einzelnen das so ist, dafür gibt es auf jeden Fall gute neurophysiologische und psychologische, vielleicht sogar mythologische und gar metaphysische Gründe. Pragmatisch gesehen müssen wir hier aber festhalten: es wird wahrscheinlich keinen einzigen Moment in der jetzt beginnenden Beziehungsgeschichte mehr geben, an dem Sie auch nur annähernd so viel Eindruck machen können auf den anderen wie jetzt, wenn etwas Neues beginnt.

Wenn Ihnen ein guter Einstieg gelingt, wird sich das über lange Zeit positiv auf Ihre Beziehung und Zusammenarbeit auswirken.

Wenn schon der Einstiegt misslingt, wird es viel Energie und Zeit brauchen, das wiedergut­zumachen, wenn es denn überhaupt gelingt. So prägend sind eben Anfänge. Hier also eini­ges, was man richtig machen kann:

Nachdem wir im vorletzten Teil dieser Blogreihe die Kriterien zur Auszeichnung unserer tragischen Führungshelden aufgelistet haben, jetzt endlich und unwiderruflich ganz zum Schluss, die Positivliste. Tadaa:

Zum Abschluss der Blogreihen auf der Basis von Tough Love - Führen ist Beziehungsarbeit nun die Siegerehrung, die Wahl zum Manager des Jahres. Wir nehmen sie in zwei Abteilungen vor. Heute die erste:

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© Rainer Molzahn

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