Ich glaube, ich habe versucht die Welt zu verstehen, seit ich acht oder neun war. Mein genaues Alter weiß ich nicht mehr, aber ich weiß, dass es ein Abend in der Vorweihnachtszeit war, und dass ich mit meiner Schwester draußen auf der Wiese stand, bevor wir zum Abendessen hineingerufen wurden. Ich erinnere mich daran, dass ich, während wir sprachen, nach oben schaute und des grandiosen Sternenhimmels über mir gewahr wurde, und dass ich zum ersten Mal zutiefst erschauderte ob der unglaublichen Tatsache, dass all diese Lichter der Nacht in Wirklichkeit ganz weit entfernte Sonnen wären! Bis dahin hatte ich nur kleine funkelnde Lichter gesehen. Keine sehr originelle Geschichte, aber so war es. Das war der Anfang.

Seitdem hat mich das fasziniert, was nicht auf der Oberfläche sichtbar ist, sondern hinter den Erscheinungen wohnt. Oder was vielleicht durchaus an der Oberfläche ist, aber so selbstverständlich, dass niemand es bemerkt. Ich bin diesen verborgenen Mustern seither nachgegangen, in allem, was menschlich ist. Individuell, kollektiv, systemisch, linguistisch, kulturell. Alles der Versuch, mich als Betroffenen zu einem Erkennenden zu machen …

Ich denke gerne von mir, dass ich ein Anthropologe bin, ein Wissen Schaffender des Menschlichen, wenn man so will. Im Innersten bin ich ein Forschender: ich will wirklich verstehen.

Und ich bin mit den Antworten nicht so identifiziert wie mit den Fragen, deren vorläufige Echos jene sind. Aus diesem Geist heraus und mit dieser Perspektive schreibe ich. Und mit dem Anliegen, meine Fragen und vorläufigen Antworten zu teilen.

Ganz wichtig für mich, wenn Sie mir etwas mitteilen möchten, eine Resonanz, eine Idee, eine Frage oder eine Reaktion auf einen meiner Texte: Ich freue mich über jede Kontaktaufnahme. Innerhalb vernünftiger ethischer Grenzen.

Demnächst wird es weitere Bücher zu Anwendungsgebieten geben. In der Pipeline sind bahnbrechende Werke zu Coaching, Ältestenschaft, Dynamik von Generationenprozessen und so weiter.

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