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Welchen Unterschied macht es für Ihren Führungsstil, ob Sie Chef eines Mitarbeiters (m>m) oder einer Mitarbeiterin sind (m>w), Chefin einer Mitarbeiterin (w>w) oder eines Mitarbeiters (w>m)? Leadership Tipps, aus der Praxis, durch den Wolf/die Wölfin gedreht, für die Praxis, im Geiste von Tough Love

Gender-Stereotypen und Führungsbeziehung

Diese Unterschiede können immens sein, wie man sich leicht vorstellen kann. Gleichzeitig sind auch die Unterschiede zwischen den Mitgliedern eines Geschlechts immens; wahrscheinlich fast genauso groß wie die Unterschiede zwi¬schen den Mitgliedern der Geschlechter. Wenn ich hier trotzdem versuche, einige (arche-)typische Unterschiede zu benennen, dann nur, um Ausgangspunkte für den Beginn einer Selbstreflexion zur Verfügung zu stellen. Die simplifizierenden Kriterien, die ich anlegen möchte, sind natürlich:

Bei den meisten Männern - dominanter inhaltlicher Fokus, dominante Zielorientierung und dominante Identi­fikation mit sportlichem Wettbewerb, die sich auf die Anerkennung gründet, dass die Konkurrenz niemals schläft.

Bei den meisten Frauen - dominanter Beziehungsfokus, dominante Prozessorien­tierung und dominante Identifikation mit Kooperation, die sich aus der Anerkennung wechselseitiger Abhängigkeit ergibt.

Lassen Sie uns also ruhig von einer Permutation dieser Klischees ausgehen, als Beginn einer Orientierung: schließlich repräsentieren sie die beiden Pole von Tough Love. Der pragmatische Grundgedanke muss selbstverständlich der sein, die Unterschiede zwi­schen den Geschlechtern nicht zu beseitigen, sondern intelligent zu nutzen. Unter anderem dadurch, die Qualitäten des anderen Geschlechts auch in sich selbst zu würdigen, weil es uns dann nicht einfach fremd, sondern auch in uns repräsentiert ist. Keine Angst, deswegen müssen Sie nicht gleich an Ihrer sexuellen Orientierung zweifeln. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass ein Teil der abgrundtiefen und unwiderstehlichen Attraktion zwischen den Geschlechtern darin besteht, gleichzeitig so vollkommen anders und so vollkommen eins zu sein? Na? Na?

Die Unterschiede, und deswegen die Täter-Opfer-Dynamiken auf der Beziehungsebene, werden bestimmt durch die Unterschiede im jeweiligen sozialen und hierarchischen Rang. Surprise, Surprise. Wir behalten im Kopf:

Ein in etwa 50/50-Anteil an Einfluss zwischen den Geschlechtern ist wahrschein­lich das Erfolgsrezept für unsere kollektive Intelligenz und damit das Überleben unserer lieben Art.

Einfluss ist mit Rang nicht notwendig identisch, das wissen wir schon, aber Ein­fluss wird durch die Rangverhältnisse in seiner zwischenmenschlichen Dy­namik interpunktiert und gewichtet.

Je ähnlicher wir uns in unseren Stärken und damit in unserem Beitrag zum Gan­zen sind, desto mehr werden wir uns herausgefordert fühlen, in unseren Stärken um unseren Beitrag und dessen Gewicht miteinander zu konkurrie­ren.

Je unterschiedlicher wir in unseren Stärken sind, und damit in unserem jeweili­gen Beitrag zum Ganzen, desto mehr werden wir uns herausgefordert fühlen, uns in unseren Stärken und unserem jeweiligen Beitrag zu ergänzen, uns gegenseitig zu unterstützen und miteinander zu kooperieren. Wiederum nicht unabhängig von unseren hierarchischen Rangverhältnissen, aber hin­ausgehend über diese. Deswegen beim nächsten Mal, ganz konkret, wenn auch immer noch rettungslos verallgemeinernd:

Womit müssen Sie rechnen, worauf ist es eventuell schlau sich einzustellen, wie ist das allgemeine Schema, dem Ihre konkrete männlich-frauliche Beziehungskonstellation ent­spricht – oder von dem sie abweicht und wenn, dann ist das auch kein Zufall?

Mehr dazu im nächsten Teil, indem es um die Konstellation m>m geht: Ein Mann führt einen Mann …

 

Das alles und noch viel mehr steht natürlich auch in Tough Love.

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