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Führungskulturen muss man eigentlich nicht entwickeln. Sie entwickeln sich von selbst, sobald Menschen zusammenkommen, um etwas gemeinsam zu erreichen, und das Führungssystem errichten, von dem sie glauben, dass es dem, was sie erreichen wollen, besonders angemessen ist. Und das wird sehr unterschiedlich sein: ob man Motorräder baut oder ein Hotel betreibt oder eine Bank, macht einen großen Unterschied. Das Gewerk, wie man früher sagte.
Was ich damit sagen will: sobald man sich die Frage stellt, wie man die Führungskultur (des Bereiches, für den man verantwortlich ist) entwickeln kann, ist bereits etwas faul im Staate Dänemark. Ich komme weiter unten darauf zurück.

Nachdem wir uns in Teil 1 unserer Blogreihe "Kollektive Intelligenz - eine Definition" angeschaut haben, was genau das Kollektive an kollektiver Intelligenz ist, und im 2. Teil die Eigenschaften der öffentlichen Arena einer Gruppe spezifiziert haben, die förderlich sind für eine intelligente Meinungsbildung der Gruppe, folgt nun der dritte Teil: Wie kann solch ein intelligenter Meinungsbildungsprozess konkret aussehen?

Diese Frage ist verständlich – möchte man doch gern wissen, was von einem erwartet wird, wenn man sich für eine Führungslaufbahn entscheidet. Sie ist aber auch irreführend und ein bisschen doof, und streng genommen disqualifiziert sie einen für genau das, was man erreichen möchte. Warum, davon handelt dieser Beitrag.
Aufgaben sind konkrete Dinge, die man abzuarbeiten hat. Wenn man die ordentlich macht, dann macht man seine Sache ordentlich und wird gelobt. Dieses Paradigma mag auf der Mitarbeiterebene noch halbwegs stimmen, aber es hat wenig oder nichts zu tun mit dem, was Sie zu einer erfolgreichen oder einer nicht so erfolgreichen Führungskraft macht. Worauf es ankommt, liegt auf einer ganz anderen Ebene – auf einer, die Aufgaben erst erschafft.

Warum musste ich nur dieses elende Buch schreiben. Das heißt, eigentlich ist nicht das Buch elend, es ist sogar ziemlich gut. Elend sind nur die bisherigen Verkaufszahlen, und deswegen muss ich jetzt meine kostbaren Feierabende damit verbringen, nach aufwändigen Keyword-Analysen optimierte Blogbeiträge zu texten. Zu irgendwelchen trivialen Fragen, die irgendwelche Seppel an einem ihrer kurzen Feierabende in irgendwelche Suchmaschinen hackten, weil sie anderntags ein Gespräch mit einem Mitarbeiter in ihrem Outlook-Kalender gefunden haben und natürlich weder vorbereitet sind noch die Zeit oder Lust haben, das wirklich zu tun. Ich meine, wie verzweifelt muss man eigentlich sein, zu denken, so würde man irgendwas erfahren, was einem wirklich hilft. Und wie verzweifelt die Unternehmenskultur, die einen dazu zwingt, sich auf solchen Wegen zu informieren!

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© Rainer Molzahn

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