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In diesem abschließenden 6. Teil der Blogreihe ‚Was in Beziehungen wichtig ist‘ wollen wir die wichtigsten Merkmale guter Beziehungen zusammenfassen, und ganz zum Schluss möchte ich mich noch gemeinsam mit Ihnen, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, ein wenig wundern … In diesem abschließenden 6. Teil der Blogreihe ‚Was in Beziehungen wichtig ist‘ wollen wir die wichtigsten Merkmale guter Beziehungen zusammenfassen, und ganz zum Schluss möchte ich mich noch gemeinsam mit Ihnen, geschätzte Leserin, geschätzter Leser, ein wenig wundern … 


Resümee 

Wir brauchen natürlich gar nicht nur auf die alleroberste CEO-Ebene zu fokussieren, wenn wir eine Ahnung davon bekommen wollen, was das für alle von uns bedeutet, auch wenn wir nicht Vorstandsvorsitzende sind. Lassen Sie uns kurz rekapitulieren.

Die einfachen Wahrheiten und Regeln für gute Beziehungen, so, wie wir sie der Reihe nach in dieser Blogreihe aufgeführt haben, sind

Sich für den Anderen interessieren

Sich gegenseitig darin unterstützen, erfolgreich zu sein

Geben und Nehmen in der Balance halten

Erwartungen ineinander haben, auf deren Erfüllung man zählen kann

Sich auf den anderen verlassen

Gegenseitigkeit und Empathie

Können Sie sich eine Organisationskultur vorstellen, in der alle diese Beziehungsmerkmale nicht auffindbar sind? In der man so miteinander konkurriert, dass man sich verunsichert, wenn man sich überhaupt schon ernsthaft interessiert für den anderen? In der man sich vielleicht selbst schwächt, wenn man den anderen unterstützt? In der sich jeder nimmt was er braucht, von wem er es braucht, und wie er es braucht, und kein Gedanke an Rückzahlung? In der man nichts vom anderen erwarten darf, außer, dass er in seinem maximalen Eigeninteresse handeln wird? In der Einfühlung als Schwäche zählt?

Wahrscheinlich nicht, hoffentlich. Obwohl: ein bisschen was davon kennen wir alle, und es ist auch ein Teil der Realität in modernen Organisationen. Es wäre dumm, das zu leugnen. Wenn das aber wirklich die alles andere dominierenden Merkmale Ihres unternehmenskulturellen Fischteichs sind, nochmal: nicht weiterlesen. Sie machen sich das Leben nur noch schwerer.

Allen anderen von uns sei noch einmal gesagt: wenn Sie überhaupt Spaß am Leben haben wollen, wenn Sie in Verbindung mit anderen etwas erreichen wollen, das sich zu erreichen lohnt, wenn Sie im Sinne Peter Druckers individuelle Stärken zu einer machtvollen Symphonie orchestrieren wollen, der die Welt zuhört: dann ist die bewusste Beziehungsarbeit – mit Ihren Leuten, mit Ihrem Boss, mit Ihren Stakeholdern und mit Ihren Peers – Ihr Job und Ihre Herausforderung.

Ja ja, höre ich Sie sagen, das ist ja alles gut und schön und wahrscheinlich auch richtig, aber: ich habe die Zeit dafür nicht! Ich habe unter großem Termindruck kundenkritische, auf dem Vorstandsradar für nervöse Aufmerksamkeit sorgende Dinge zu tun!

Ihnen sage ich: Moment, Moment. Jetzt mal ganz langsam. Beziehungsarbeit ist Ihre wichtigste Tätigkeit, es gibt keine wichtigere Zeit. Alles andere können Sie delegieren – das nicht. Und wenn Sie das ordentlich machen, geschieht das Wunder: Sie gewinnen Zeit!

Zum Beispiel durch Zuhören und Empathie. Zuhören klingt für unsere Zielorientierten wie ein zeitraubendes und anstrengendes Hineinwühlen in den Anderen, eine Sonderschicht, für die man nicht bezahlt wird; denn schließlich: bezahlt wird man für Lösungen. Das Ergebnis ist, dass wir nicht zuhören, uns keine Empathie überhaupt erlauben, sondern wie zwanghaft sofort nach dem ersten Lösungsstrohhalm greifen, der sich unvorsichtigerweise irgendwo zeigt, der Depp. Dieser panikgetriebene Griff ist dann natürlich erbarmungswürdig oberflächlich, und in der Regel produziert er mehr dümmlichem Lateralschaden als wir uns jemals vorstellen konnten.

Zuhören muss man, wie man als Kind zugehört hat, wenn einem Geschichten vorgelesen wurden. Dann tanzen die alten Spiegelneuronen Pas de Deux mit der anderen Person. Dann passiert Einfühlung von selbst. Sogar in die böse Stiefmutter, wenn man ihre Geschichte erfährt. Dann hört man schon, wenn die Details nicht stimmen. Daraus entstehen diese wunderbaren ‚dummen‘ Fragen, und dann entfalten sich auch überraschende Fantasien zur Lösung, die nicht nur das Problem verschlimmern, weil sie sich ihm überhaupt erst einmal stellen. (Meistens liegen sie übrigens – Überraschung! – auf der Beziehungsebene.)

Nehmen Sie sich die Zeit, sich zu wundern! Das ist der allererste Anfang jeder Führung.

Immer wieder muss ich hier an ein Zitat denken, das Moshe Feldenkrais zugeschrieben wird: „Das ganze Leben ist ein Prozess des miteinander in Beziehung Tretens. Erhöhe die Qualität dieses Prozesses, und der Rest wird sich von selbst ergeben.“ Das einfachste Mittel, dies zu tun, das wirkungsvollste, für jeden verfügbare, nichts anderes kostende als ein bisschen Zeit ist: sich gegenseitig seine Geschichten erzählen. Gegenseitigkeit live. Anfang und Ende jeder Führung. A und O von Tough Love.

 

All dies steht natürlich auch in Tough Love

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