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Was ist anders am Führen von Führungskräften gegenüber dem Führen von ‚normalen‘ Mitarbeitern?


Wenn Ihr Direct Report selbst ein Team oder eine Abteilung führt, ist er nicht nur Ihr Mitarbeiter und in wechselseitiger Abhängigkeit mit Ihnen verbunden, sondern auch Repräsentant seines Verantwortungsbereichs, also in wechselseitiger Abhängigkeit und Loyalität auch seinen eigenen Mitarbeitern verpflichtet. So wie Ihnen das gegenüber Ihrem Boss auch geht. Dadurch wird Ihre Beziehung ein schon komplexer Balanceakt verschiedener und nicht immer deckungsgleicher Abhängigkeiten.


Ihr Mitarbeiter muss Sie darin unterstützen, erfolgreich zu sein. Sie ihn auch, und das beinhaltet, dass Sie ihn in der Führung seines Teams stärken und nicht etwa schwächen. Sie schwächen ihn zum Beispiel, wenn Sie an ihm vorbei direkt auf dessen Mitarbeiter zugreifen, mit eigenen dringenden und wichtigen Belangen, in Unkenntnis oder Vernachlässigung der Prioritäten, die den Mitarbeitern von deren Chef nach Absprache mit Ihnen gesetzt worden waren. So etwas fällt ganz besonders leicht, wenn man selbst die Leute mal geführt hat, die jetzt Ihr Untergebener als Ihr Nachfolger führt; schließlich kennt man sich gut und hat gute persönliche Beziehungen. Damit umzugehen ist für Ihren Mitarbeiter nicht einfach, und auf jeden Fall schwächt es sein Standing, den Respekt, den er seinen Leuten gegenüber gebietet. Das führt zu weiterem Unglück, was Ihnen allen beim Erreichen Ihrer Ziele nicht gut tut, und am Ende bekommen Sie mit den Auswirkungen all dessen wieder zu tun, weil der Lösungsdruck auf Sie zunimmt. Tja.


Wenn es also darum geht, sich gegenseitig darin zu unterstützen erfolgreich zu sein: Versuchen Sie, eine systemische Hausecke weiter zu denken, als Sie es gewohnt sind. Was bedeuten ihre Entscheidungen und Handlungen für die, die von denen abhängig sind, die von Ihnen abhängig sind? Erst dann wissen Sie, was Ihre Entscheidungen und Handlungen für die bedeuten, die von Ihnen abhängig sind, und von denen wiederum Sie abhängig sind. Das ist einfacher, als es jetzt hier systemisch klingt: ein bisschen Empathie hilft.


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