breaking news from the edge

Im ersten Teil dieser Reihe habe ich Interventionen für die Arbeit mit Gruppen beschrieben, die sich unter der Kategorie ‚Wahrnehmen‘ zusammenfassen lassen. Im zweiten Teil ging es um ‚Führen‘, also beeinflussen. Heute nehme ich Interventionen in den Fokus, die unittelbar gemeinschaftsstärkend sind:

Integrieren

Aspekte dieser dritten Interventionsvariante leben Sie wahrscheinlich häufiger, als Ihnen das bewusst ist. Hierbei handeln Sie aus einem Gefühl der Verbundenheit mit dem Wohl des größeren Ganzen, von dem Sie ein Teil sind.

 

Sie stellen das, was vor Ihren Augen passiert, in den Kontext der Kultur und intervenieren so, dass es der Situation weiter hilft.

 

Sie bewerten Ihre eigenen Gedanken, Gefühle und Empfindungen danach, welche Bedeutung Sie vor dem Hintergrund dessen haben, was gerade geschieht.

 

Sie unterstützen Minderheiten und Minderheitenpositionen, machen Abhängigkeitsverhältnisse bewusst und gleichen Schuldvorwürfe oder Polarisierungen aus.

 

Sie sehen die verschiedenen Rollen und Stimmen als Aspekte des Feldes und nehmen auf eine Weise Einfluss, die nicht wertend ist und Ihr Interesse an der Entwicklung des Ganzen zum Ausdruck bringt.

 

Sie machen die Grenzen des öffentlichen Raums deutlich, indem Sie benennen, wodurch das Feld gespalten wird und was alle Anwesenden gleichermaßen beherrscht.

 

Sie fördern den Dialog zwischen unterschiedlichen Rollen und tragen dazu bei, dass mehr Bewusstheit über den jeweiligen Rang entsteht - und darüber, wie im Hier und Jetzt mit diesem umgangen wird.

 

Sie achten darauf, wann sie sich innerlich mit einer Seite verbünden und wirken dem entgegen, indem Sie sich in die andere Seite einfühlen.

 

Bei all dem bringen Sie sich selbst als Person ein, respektieren sich und die anderen, indem Sie aufmerksam wahrnehmen, was Ihre Interventionen auslösen, an Grenzen verlangsamen und Sorge tragen, dass die Informations-Bedeutungsprozesse miteinander ausgetauscht werden können.

 

Sie achten nicht nur auf das, was Sie absichtlich tun, sondern auch auf die Wirkungen, die sie erzielen.

Sie sind bereit, von dem zu lernen, was Ihnen geschieht, während Sie tun, was Sie tun.

 

Das alles sind Qualitäten von Ältestenschaft. Die brauchen Sie, wenn Sie mit dem stillen Konsens auf eine Weise arbeiten wollen, die Sie und andere darin unterstützt, sich der ungeschriebenen Regeln, der unausgesprochenen Werte und Normen bewusst zu werden, die Konflikten zugrunde liegen. Ältestenschaft ist eine der wichtigsten Qualitäten der kulturellen Kompetenz, und man muss übrigens dafür nicht unbedingt numerisch der oder die Älteste sein. Mehr dazu demnächst …

 

Dies alles und noch viel mehr steht natürlich in ‚die heiligen Kühe und die Wölfe des Wandels‘.

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Leadership Blog

  • Coaching (5)

    Vom Ist zum Soll. Von den Zielen zu Maßnahmen. Vom Problem zur Lösung.(...)

  • Leadership (19)

    tough love coverBlogreihen auf der Basis von Tough Love - Führen ist Beziehungsarbeit

  • Beziehungen (11)

    (...) die globalisierte Matrix von Interdependenz und Konkurrenz betrachtet, und wie diese uns als ‚Global Citizens‘ herausfordert: Wozu sind wir aufgerufen? Diesmal geht es um das Verhältnis von Geben und Nehmen.

  • Publikationen (2)

    die heiligen kueheDie heiligen Kühe und die Wölfe des Wandels
    Tough Love Führen ist Beziehungsarbeit. Ständig.

  • Konflikte (6)

    (...) spezifische Verhältnisse von Abhängigkeit und Konkurrenz (...) Anspruch auf Führung (...) Konfliktlösungstemplates

  • Kollektive Intelligenz (10)

    (...) das Konzept der kollektiven Intelligenz (...) welche Aufgaben und Herausforderungen sich für die Führung in Organisationen ergeben

  • Kulturelle Kompetenz (4)

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