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In diesem Beitrag zur Frage, wie man gemeinsam schlauer sein kann, will ich mich Systemen widmen, die ihre Entscheidungen in Mehrheiten-Minderheiten-Prozessen beraten und fällen. Beispiele für solche Systeme sind u.a. Teams und Gruppen ohne formelle Führung oder auch unsere demokratischen Gemeinwesen, deren Führungen ihr Mandat durch Mehrheitsentscheidungen verliehen bekommen.

 

Was trägt zu kollektiver Intelligenz in demokratischen Systemen bei?

Während in Top-Down-Systemen gilt, dass der Output nicht klüger sein kann als die Führung, gilt umgekehrt, dass die Entscheidungen eines demokratischen Systems nicht intelligenter sein können als die Mehrheit, denn die Führungen solcher Systeme müssen ja immer wieder Mehrheiten suchen, und wenn sie die verlieren, verlieren sie ihr Mandat. Das ist der inhärente Populismus der Demokratie.

Der kollektive IQ der Mehrheit ist nicht einfach das Ergebnis der statistischen Tatsache, dass die meisten Menschen einen mittleren IQ haben. Er hängt vor allem von drei Dingen ab:

  • Wie gut ist die Mehrheit informiert?
  • Wie viele Mitglieder des Systems beteiligen sich überhaupt an der Meinungsbildung?
  • Welche Qualität hat der gegenseitige Beeinflussungsprozess, der einer Mehrheitsentscheidung vorausgeht?

 

Informiertheit

Es ist zwar noch zu früh, um es wirklich zu wissen, aber mit einiger Wahrscheinlichkeit wird sich die Mehrheitsentscheidung der Briten, die EU zu verlassen, als gigantische kollektive Dummheit herausstellen. Wie wenig gut informiert diese Entscheidung war, lässt sich an der Tatsache ablesen, dass die beiden Fragen, die in den Stunden nach dem Ergebnis des Referendums im Vereinigten Königreich am häufigsten auf Google gestellt wurden, diese waren: ‚What happens if we leave the EU?‘ und, der Kracher auf Platz 2, ‚What is the EU?‘

 

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© Rainer Molzahn

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