breaking news from the edge

In Teil 1 dieser Blogreihe hatte ich das Konzept der kollektiven Intelligenz schon auf die konkreten systemischen Gegebenheiten hin spezifiziert, unter denen sie stattfindet. In diesem Teil möchte ich dahin zurückkehren und der Frage nachgehen, welche Aufgaben und Herausforderungen sich für die Führung in Organisationen ergeben, wenn sie interessiert daran ist, den kollektiven IQ ihres Verantwortungsbereich zu erhöhen.

 

Kollektive Intelligenz: die Rolle der Führung

Im ersten Teil hatte ich formuliert: „In einem hierarchischen System, dass sich von ‚oben‘ legitimiert, ist das Ganze nicht klüger als der Chef. Damit wird die kollektive Intelligenz zur Chefsache.“ Es lässt sich natürlich die Frage stellen, warum die Führung überhaupt an kollektiver Intelligenz interessiert sein sollte. Offensichtlich sind es viele Führungen nicht, sonst würden wir nicht ständig so flagrante Inzidenzen kollektiver Dummheit erleben, mit teilweise weitreichenden zerstörerischen Auswirkungen wie etwa in der Bankenkrise von 2008/2009.

 

Voraussetzungen

Aus meiner Sicht gibt es drei Voraussetzungen dafür, dass die systemische Führung an der Beförderung des IQ ernsthaft interessiert wäre:
1) Die Führungsverantwortung sollte weiter reichen als der Arbeitsvertrag erzwingt. Zeitlich wie örtlich. ‚Nach mir die Sintflut‘ führt zu kollektiver Dummheit, und jede Organisationskultur, die eine solche Haltung duldet oder sogar belohnt, ist selber schuld.
2) Alles, was die Führung tut oder lässt, hat einen ‚Trickle-Down‘-Effekt die hierarchischen Treppenstufen hinab. ‚Nach mir die Sintflut‘ kreiert auf allen Hierarchieebenen dieselbe Haltung, auch ohne dass man das programmatisch verkündet. Kollektive Intelligenz ist nicht möglich ohne ein Bewusstsein der Führung über diese Wirkung.
3) Der Führung muss die Förderung von Kooperation auf der Basis allseitiger Interdependenz am Herzen liegen. Dafür ist das herkömmliche Zielvereinbarungswesen kein geeignetes Instrument, denn es funktioniert über individuelle Gratifikationen. Es belohnt Wettbewerb und nicht Kooperation.

 

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